Unter dem Motto „Umbrüche und Aufbrüche“ kamen am Dienstagabend (12.12.2017) Vertreter und Mitglieder von Kirchen, Moscheen und der jüdischen Gemeinde sowie weitere Vetreter aus Wirtschaft und Politik im Rathaus Marl zusammen.

Hunderte Interessierte füllten am 12. Dezember den Rathaussaal, darunter auch Schüler und Lehrer der MLKS. Das 17. Abrahamsfest stellte wie in jedem Jahr das friedliche Miteinander verschiedener Religionen und Kulturen in Marl in den Vordergrund. Nachdem die Moderatoren wichtige Personen aus den religiösen Gemeinden und Gewerkschaften begrüßt hatten, hielt Bürgermeister Werner Arndt die Eröffnungsrede. Sein Appell: Man sollte sich nie durch Vorurteile blenden lassen und auf der Basis von Toleranz und Menschlichkeit zusammenhalten.

Es folgten muslimische, christliche und jüdische Lieder sowie Aufführungen von mehreren Tanzgruppen, die teils sehr lebhaft gestaltet waren und für Unterhaltung sorgten, teils aber auch sehr emotional waren und zum Nachdenken anregten. Ein jüdisches Friedenslied wurde mit allen gemeinsam gesungen: „Hine ma tow uma naim schewet Achim gam jachad“ („Wie gut und angenehm ist es, dass Menschen in Frieden zusammenleben.“)

Natürlich hatten die Organisatoren nicht vergessen, für das leibliche Wohl der Gäste zu sorgen. Es gab ein reiches Buffet mit Leckereien und Tee. Gemeinsam essen, gemeinsam sprechen und einander kennenlernen - dies ist den Veranstaltern gut gelungen, da es zu zahlreichen Gesprächen und neuen Bekanntschaften kam, und die Atmosphäre durch einen lebhaften Austausch geprägt war.

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Im Dialog: Mitglieder der jüdischen Gemeinde, Herr Üce und Herr Demirel von der MLKS sowie Hartmut Dreier, Organisator des Festes. Auch Herr Echterhoff nahm am Fest teil.