Azubis übernehmen Unterricht in Zimmermannskluft (und Businesskostüm)

Junge Auszubildende berichten an der Martin-Luther-King-Schule aus ihrem Berufsalltag

So junge „Lehrer“ haben die Schüler der Martin-Luther-King-Schule selten. Als Ausbildungsbotschafter der IHK und der Handwerkskammer waren junge Auszubildende in die Martin-Luther-King-Schule gekommen. Sie berichteten aus ihrem Berufsalltag. Die praktische Orientierung der Informationsveranstaltung war genau das Richtige für die Schüler. Aufmerksam zuhören, interessiert nachfragen auch bis in die Pause – nicht immer selbstverständlich in dieser Altersstufe, an diesem Vormittag hat es aber geklappt.

Ausbildungsbotschafter

Zimmermann Paul Hesterkamp (rechts) und Maurice Werner besuchten die Schüler mit einem Werkstück und typischen Tischler – Werkzeugen

Der Besuch der Ausbildungsbotschafter ist inzwischen fester Bestandteil der Berufsorientierungsinitiativen an der Martin-Luther-King-Schule. Mit Zimmermannskluft oder im geschäftsmäßigen Businesskostüm erschienen die Azubis und informierten die 9‘ und 10’Klässler über ihre Berufe. In diesem Jahr standen zwei Kfz.-Mechatroniker Rede und Antwort, außerdem berichteten zwei Azubis der Sparkasse Vest über ihre Ausbildung. Wie abwechslungsreich die Arbeit mit Holz ist, zeigten ein Zimmermann der Fa. Keidel und ein Tischler der Fa. Seibel&Weyer aus Bottrop. Beide Azubis hatten ein Werkstück und fachspezifische Werkzeuge mitgebracht. Einen neuen Beruf präsentierten die Packmitteltechnologen der Thimm Group und stießen damit auf großes Interesse bei den Schülern. Begleitet und unterstützt wurden sie von Frau Bülow von der Handwerkskammer Münster.

Es waren zwei lebendige Unterrichtsstunden. Nach anfänglicher Zurückhaltung merkte man sehr schnell, dass für die Schüler der Weg zu den fast gleichaltrigen Auszubildenden kürzer war. Die Zehntklässler stellten viele Fragen und es kam zu einem regen Austausch. Neben den Informationen zu den Ausbildungsinhalten und den Alltagsabläufen in den Ausbildungsbetrieben gaben die Azubis auch wertvolle Tipps zum Bewerbungsverfahren. Die Auszubildenden sind mit viel Herz für ihren Beruf aufgetreten und haben die Schüler erreicht. „Ich fand es total krass, als die Azubis berichtet haben, dass sie vorher selbst nicht so viel Lust gehabt haben. Jetzt kamen die total cool rüber,“ zeigte sich Carnel aus der 10 B beeindruckt. Umso wirkungsvoller waren dann auch die mahnenden Worte der Ausbildungsbotschafter.

In Zusammenarbeit mit der IHK und der Handwerkskammer hatte die Martin-Luther-King-Schule die Ausbildungsbotschafter eingeladen. Sie sollten direkte und authentische Einblicke in Ausbildungsberufe geben und umfassend über die Berufsausbildung, über die Vielfalt der Berufswelt und über Karrieremöglichkeiten informieren. Der Kontakt mit Jugendlichen im tatsächlichen Arbeitsleben sollte den Schülern Impulse für die eigene Berufsorientierung geben. „Unser Ziel ist es, den Schülern die Arbeitswelt verständlich und anschaulich näher zu bringen. Mit dem Besuch der Ausbildungsbotschafter ist dies gut gelungen. Die Schüler hören den Gleichaltrigen mit anderer Aufmerksamkeit zu,“ zieht der für die Berufsorientierung zuständige Lehrer Willi Echterhoff ein positives Fazit. Der Termin für erneute Besuche wurde bereits vereinbart.

 

.