„Prima Klima!?“: 
Bericht vom 17. Begegnungsfest zum Antirassismustag der Marler Schulen am 23.März in der Martin-Luther-King-Schule
„Ich habe neue Freunde kennen gelernt. Wir wollen im SchülerVZ miteinander chatten“, freut sich Aycan von der Klasse 6b der Martin-Luther-King-Schule. Diese Erfahrung machte das Begegnungsfest zum Antirassismustag der UNO möglich. 

Angst vor Fremdheit und Mangel an Gemeinsamkeit sind häufig Ursache von Gewalt und Rassismus. Zumindest an diesem Tag wurden sie erfolgreich überwunden.Dieses Jahr hieß das Thema „Prima Klima!?“ Und in den 27 Workshops sorgten die Teamer mit interessanten Themen für eine entspannte und freundliche Atmosphäre. So spielte es für die Kinder keine Rolle, von welcher Schulform der andere kam, welcher Nation oder Religion er angehört. „Zuerst hatte ich etwas Angst“, sagte Samantha. Aber dann bedruckte sie mit wachsender Begeisterung zusammen mit Thomas von der Förderschule ein Bettlaken mit Weltkugeln und Blumen. „Ich war erstaunt, wie toll der das macht!“

Begegnung zwischen Jung und Alt brachte die Aktion „Faire Rosen“, die eine Gruppe im Hülser Pflegeheim verteilte. „Die alten Leute haben sich total gefreut“, schwärmt Niklas. Auch der Besuch von Moschee-Minarett, Paulus-Kirchturm und Rathaushöhenluft hinterlässt zufriedene Kinder. In anderen Gruppen wurde gemalt und gebastelt, Sport getrieben, über Coolness geredet, gekocht und musiziert - das Thema Klimawandel behandelt.

Souverän moderierte Uli-Lisa Eisbrenner das Finale auf der Bühne. Die Kinder präsentieren ihre Ergebnisse des Tages: Japanisches und afrikanisches Trommeln, die Stomp-Rhythmusgruppe, Skulpturen aus Verpackungsmüll. Immer wieder gibt es großen Applaus der anderen Kinder. Der steigert sich zur Begeisterung, als die Rapgruppe mit selbstgedichteten Texten antritt. Steffie bewundert einen Schüler, der trotz Sprachfehlers den Mut findet, vor den anderen etwas vorzulesen.


Der Beifall dafür spricht für den gegenseitigen Respekt der Schüler füreinander. Das hatten sich viele Kinder der Klasse 6b gewünscht. Auf den Mandalas, die sie für diesen Tag farbig gestaltet hatten, wurde das häufig ausgedrückt. Und deshalb kam es bei den Kindern auch richtig gut an, dass Bürgermeister Werner Arndt den Tag eröffnet hatte. „Wir finden es gut, dass er uns Kinder wichtig nimmt“, freute sich Joel.

Als Uli-Lisa die Teamer auf die Bühne holte und ihnen als Dankeschön eine faire Rose überreichte, kam noch einmal große Freude bei den Kindern auf. Auch die Organisatoren Sylvia Dobala und Klaus-Dieter Hein waren rundum zufrieden mit dem gelungenen Tag. Das anschließende Büfett, das von mehreren Gruppen vorbereitet worden war, gab Kindern und Erwachsenen die Möglichkeit, ihre Erfahrungen und Erlebnisse auszutauschen und den Tag ausklingen zu lassen.