Konflikte und Streiten sind Alltag an Schulen, häufig verbunden mit steigenden Aggressionen.

Um präventiv einzuwirken, gehört in Jahrgang 5 und 6 Soziales Training zum Stundenplan der Schülerinnen und Schüler der Martin-Luther-King-Schule.

Darauf aufbauend wird für die Schülerinnen und Schüler des 8. Jahrgangs auf freiwilliger Basis die Ausbildung zu MediatorInnen angeboten, um die eigene soziale Kompetenz zu erweitern und ihnen Mitverantwortung für das soziale Miteinander in der Schule zu übertragen.

Über das Schuljahr verteilt finden Trainingseinheiten an sechs Tagen außerhalb der Schule statt. Dazu gehören eine Teambildungseinheit im Klettergarten und ein abschließendes zweitägiges Intensivtraining mit Übernachtung. Die Ausbildung endet mit der Überreichung eines Zertifikats in einem feierlichen Rahmen an der Schule. Danach schlichten die MediatorInnen, vorwiegend bei Konflikten jüngerer Schülerinnen und Schülern.

Auf der Grundlage des „Schüler-Streit-Schlichter-Programms“ nach Karin Jefferys und Ute Noack und dem Streitschlichterprogramms des asb (Arbeitskreis Soziale Bildung) Münster wurde folgendes Programm für die MLK entwickelt:

In der prozessorientierten Ausbildung wird in vielfältigen Übungen und Rollenspielen angemessenes Verhalten anhand von realen Konflikten und Übungsbeispielen trainiert und reflektiert. Die Jugendlichen lernen, das eigene Konfliktverhalten kritisch zu analysieren und Konflikte konstruktiv zu bewältigen. Ziel ist dabei eine niederlagelose Konfliktlösung.

Notwendige Kompetenzen für die angehenden MediatorInnen sind Selbstwahrnehmung und Fremdwahrnehmung, Erkennen und Benennen von Gefühlen, Neutralität, Toleranz, Kooperation, Selbstkontrolle, aktives Zuhören, Gesprächsführung u. ä.. Diese werden während der Ausbildung immer wieder bewusst gemacht und trainiert.

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