Integration

Über den Begriff Integration wird in der Bundesrepublik Deutschland seit einigen Jahren intensiv diskutiert. Die Bundesrepublik hat schon seit vielen Jahren faktisch den Status eines Einwanderungslandes angenommen, dessen sozioökonomische Entwicklung in Zukunft stark vom „Zusammenwachsen“ unterschiedlicher Lebensentwürfe der hier lebenden Menschen und von einer angemessenen Teilhabe aller in der Gesellschaft abhängig ist.  

An unserer Schule soll Integration nicht nur aus der Perspektive der Mehrheitsgesellschaft, sondern auch aus der Perspektive der Minderheiten gesehen werden. Bereits seit Gründung der Schule im Jahre 1985 ist die Integration als ein Bestandteil des Schulkonzeptes fest verankert und in die Praxis umgesetzt worden. Das bedeutet, dass sich die Integrationsbemühungen auf alle beziehen, die aus Gründen der Herkunft, Kultur, Sprache, Bildungszugehörigkeit aber - mittel- und langfristig - auch aus anderen Gründen noch nicht wirklich Mitglied unserer Gemeinschaft sind.

Wesentliches Merkmal unseres Verständnisses von Integration ist damit zunächst: Verständnis, Toleranz und Akzeptanz. Erst, wenn Schüler*innen sich verstanden und angenommen fühlen, können sie bereit sein, sich in der Gesellschaft zu entfalten und an den gesellschaftlich bedeutsamen Themenbereichen mitzuwirken. Das Recht auf Teilhabe und die Pflicht zur Mitgestaltung der Gesellschaft setzt jedoch Chancengleichheit für alle voraus, die unabhängig von ihrer Kultur-, Bildungs- und Gesellschaftszugehörigkeit ist.

Voraussetzung dafür ist Bildung, die wir Schüler*innen unserer Schule vermitteln wollen. Da unsere Schule von Schüler*innen mit einer vielfältigen Herkunft besucht wird, sehen wir es als unsere Aufgabe an, eine Gemeinschaft aller zu pflegen und niemanden auszugrenzen. Grundlage dafür ist eine gemeinsame Sprache: in diesem Fall die deutsche Sprache. Das Beherrschen einer einheitlichen Sprache ist der Schlüssel für die zwischenmenschlichen Beziehungen und das Erreichen des höheren Schulabschlusses und damit des Aufstieges in der Gesellschaft. Das Beherrschen der Sprache ist auch für die Selbstverwirklichung wichtig. Eine gemeinsame Sprache verbindet uns alle miteinander und ist damit wesentlicher Bestandteil unseres Verständnisses von Integration.

Elemente der Integration an der Martin-Luther-King-Schule:

  1. Verständnis, Toleranz, Akzeptanz und Respekt
  2. Teilhabe und Mitgestaltung in der Gesellschaft à Zusammenhalt
  3. Sprachförderung und individualisiertes Lernen

Umsetzung der Integrationsziele:

 

Integrationsziel

Vorhaben

Jahrgang

1

Gegenseitiger Respekt und die Achtung vor Allen sollen gestärkt werden. Benachteiligung, Diskriminierung und Rassismus haben an unserer Schule keinen Platz.

Projekt „Wir lernen uns und unsere Schule kennen“

5

Klassensolidarität/ Klassenrat

5/ 6

Soziales Lernen

5/ 6

Konflikttraining/ Streitschlichter

5-10

MLK-Projekttag

5-10

Antirassismustag (Begegnungsfest)

5-10

Teilnahme am Abrahamsweg

7/ 8

Teilnahme am Holocaustgedenktag

9/ 10

Medienscouts

5-10

 

2

Interkulturelles Lernen soll in den Unterricht integriert und

der interkulturelle Schulalltag im Schulleben soll gelebt werden.

Besuch der Gotteshäuser

8

Herkunftssprachlicher Unterricht (HSU)

5-10

Schulfest

5-13

KBC-Projekte

5-13

Zusammenarbeit mit der CIAG

5-13

Stadtteilarbeit mit Quartiersmanagement und KBC

5-13

Bearbeitung von aktuellen Themen durch die SV

5-13

 

3

Eltern, besonders von Schüler/innen mit Zuwanderungsgeschichte sollen gezielt für das Schulleben gewonnen werden.

mehrsprachiges Elternfrühstück

5-10

Mitarbeit von Schüler*innen und Eltern im Café Olé

5-10

 

4

Schüler, vor allem auch solche mit Zuwanderungsgeschichte, sollen gestärkt werden und die Wichtigkeit der Beherrschung der deutschen Sprache als Grundlage soll ihnen bewusst werden.

Sprachstandstests

5

Sprachfeststellungsprüfungen

5

Sprachfördermaßnahmen als Aufgabe aller Fächer

5-10