Zu einer guten gesunden Schule gehört gesundheitsförderliches Handeln in den Bereichen Unterricht, Schulklima und Schulkultur und Management. Wir sorgen dafür, dass sukzessiv bauliche, aber auch Organisations- und Kommunikationsstrukturen/-abläufe so gestaltet werden, dass ein lernförderliches und kooperatives Klima herrscht.

Eine Maßnahme, die sowohl die Gesundheit, als auch die Zufriedenheit in unserer Schulgemeinde gefördert hat, ist die Einführung unseres Lernzeitenkonzepts.

Folgende Vorteile wurden herausgestellt:

  • In den Lernzeiten kann die Lehrkraft gezielt auf Probleme und Belange der Schüler*innen eingehen und sie adäquat beraten
  • Aufgrund der Lernzeitenstruktur mit klaren Regeln und Ritualen wird der Schultag klar rhythmisiert. Es entstehen dadurch Phasen der Ruhe und Entspannung beim Arbeiten und Lernen. Es kommt seltener zu Störungen. Die Schüler*innen arbeiten eigenverantwortlich und selbständig an ihren Aufgaben und werden individuell beraten.
  • Es findet eine Entschleunigung des Schultages statt.
  • Schüler*innen arbeiten länger aktiv und werden befähigt, ihre eigene Lernlaufbahn bewusst und transparent zu gestalten

Die seit dem Schuljahr 2015/2016 eingerichtete Verspätungsaufsicht zur ersten Unterrichtsstunde durch das Schulleitungsteam hat Unterrichtsstörungen und damit einhergehende Regelprobleme minimiert. Verspätete Schüler*innen werden nach Beginn der ersten Stunde nicht mehr in den Klassenraum gelassen. Durch diese Maßnahme werden die Schüler*innen in der Klasse nicht unnötig, teilweise mehrfach gestört. Sie können konzentriert weiterarbeiten und die Lehrkraft muss auf die damit verbundenen Regelverstöße nicht reagieren. Die verspäteten Schüler*innen werden gesammelt, registriert, beschäftigt und müssen den verpassten Unterrichtstoff am Dienstagnachmittag nachholen. Festzustellen ist dabei, dass die Anzahl der verspäteten Schüler*innen in den letzten Jahren deutlich abgenommen hat.

Das zentrale Vorhaben im Schuljahr 2014/2015 war die Gestaltung der Schule und die Prävention von Vandalismus. Ziel war es unsere Schulkultur der Wertschätzung und der gegenseitigen Achtung sichtbar zum Ausdruck zu bringen.

Das Thema hat in erster Linie eine soziale Dimension in der Gestaltung des respektvollen Umgangs miteinander. Die räumliche Dimension ist aber ein sichtbarer Ausdruck dieses Miteinanders, sichtbar in der liebevollen und gepflegten Gestaltung der Klassenräume, der Fachräume, der Gänge, der Treppenhäuser und Flure.

Vandalismus in Schulen ist dagegen ein Zeichen vielfältiger Konflikte, die zumeist aus dem sozialen Umfeld in die Schule hineingetragen werden. Darauf muss die Schule eingestellt sein. Je problematischer das soziale Umfeld für einzelne Schüler ist, desto mehr muss die Schule auch ein ansprechender Wohlfühlort sein. Die in diesem Zuge von der Schulgemeinde (Lehrer*innen, Schüler*innen usw.) getroffenen Maßnahmen sind bis heute aktuell.

Präventive Maßnahmen

  • 1. Neuregelung des Gebäudezugangs

Grundregelung: Alle Lerngruppen gehen erst nach den Lehrerinnen und Lehrern ins Gebäude zu ihren Räumen. 

Altes Gebäude

Alle Klassen sammeln sich auf dem Schulhof (Jahrgänge 5, 6, 7) an festgelegten Punkten und betreten das Gebäude zur ersten, dritten, fünften und siebten Stunde grundsätzlich nur nach einem Zeichen der Lehrer. Es wird nicht in den Gängen, Treppenhäusern oder vor den Räumen gewartet.

Neubau / 8ter-Trakt

Hier können die Schüler*innen und Schüler morgens vor Beginn des Unterrichts das Gebäude betreten und sich in der Halle bzw. in den Klassenräumen aufhalten, sofern eine Aufsichtsregelung (Prinzip: Die Schüler müssen sich beaufsichtigt fühlen.) vereinbart wurde.

Direkt nach dem Vorklingeln zur dritten, fünften und siebten Stunde begeben sie sich zu den Klassenräumen.

Klassen und Kurse aus den anderen Jahrgängen, die in Fachräume gehen, warten unten in der Halle auf ein entsprechendes Zeichen der Fachlehrer*innen für NW bzw. Kunst.

  • 2. Die Abholregeln für den Fachunterricht gelten wie bisher.
  • 3. Die Raumpaten

Jedem Klassen- und Fachraum wird ein(e) Kollege*in zugeordnet, der/die den Raum betreut. Die Kolleg*innen erhalten einen Raumbelegungsplan und die Räume sind ebenfalls mit einem Belegungsplan versehen.

Was macht eine Raumpatin, ein Raumpate?

  • Sie/Er ist verantwortlich für den Raum und zugleich Ansprechpartner/in für die Schulleitung.
  • Sie/Er spricht evtl. Kolleg/innen an, sofern der Raum nicht ordentlich hinterlassen wird,
  • meldet dem Hausmeister oder der Schulleitung erforderliche Reparaturen,
  • meldet Vandalismusschäden, so dass diese sofort beseitigt werden und Verursacher zur Verantwortung gezogen werden können,
  • unterbreitet ggf. Gestaltungsvorschläge bzw. Verbesserungsvorschläge.
  • 4. 3-Minuten-Regel

Bevor die Räume vor den Pausen oder vor einem Raumwechsel verlassen werden, wird grundsätzlich immer aufgeräumt, der Müll auf den Tischen und auf dem Boden wird weggebracht, die Stühle werden rangeschoben.

Pädagogische Strategien

  • Toilettendienst mit fester Zuordnung

Die Jahrgänge 6 und 7 sind weiterhin für den Dienst in den Toiletten an der Turnhalle und die Jahrgänge 9 und 10 sind wie bisher für den Dienst in den Toiletten im Neubau verantwortlich. Jede Klasse bekommt fest zugeteilte Dienstzeiten in der Woche, die für das ganze Schuljahr gelten. Es müssen insgesamt 18 Aufsichten in der Woche aufgeteilt werden auf die acht Klassen. Die Langtage haben insgesamt vier Dienstzeiten: 1. Pause, 2. Pause, Mittagspause 1 (von 12.40 bis 12.55), Mittagspause 2 (von 13.25 bis 13.40), der Dienstag hat zwei Dienstzeiten: 1. Pause, 2. Pause. Eine gerechte Lösung ist nur möglich, wenn zwei Halbjahre miteinander kombiniert werden.

Wegen der Übersichtlichkeit sind die vier Langtage fest einer Schiene A,B,C und D zugeordnet. Die ersten beiden Pausen werden immer von dem 6. und 9. Jahrgang übernommen, die beiden Mittagsdienstzeiten werden immer von dem 7. und 10. Jahrgang übernommen.

In jedem Schuljahr wird die Sauberkeit der Klassen kontrolliert und ein Sauberkeitspreis verliehen. Ziel dieser Maßnahme ist es, dass die Schüler*innen in einem aufgeräumten, strukturierten Raum lernen und arbeiten. Außerdem können Folgestunden zeitig und ungestört beginnen. Jeder Klassenraum soll am Ende einer Stunde aufgeräumt, zum Teil gesäubert und für die kommende Stunde vorbereitet werden. Um diesen Aufgaben gerecht zu werden haben wir die 3-Minuten-Regel eingeführt. Am Ende jeder Unterrichtsstunde stehen den Schüler*innen drei Minuten zur Verfügung, um den Klassenraum angemessen zu hinterlassen. In regelmäßigen Abständen geht das Schulleitungsteam durch die Klassen und nimmt die Kontrolle vor. Die Schüler*innen und Lehrer*innen erhalten einen Feedback/ Auswertungsbogen nach jeder Kontrolle. Am Ende Schuljahres wird dann die sauberste Klasse mit einem Geldpreis und einem zusätzlichen Wandertag prämiert.

Das gemeinsame Lernen und Sporttreiben, das Zusammensein mit Freunden und dabei Spaß zu haben, sind wichtige Bestandteile im Leben junger Menschen. Im Rahmen der Ausbildung zu Sporthelfer*innen werden die Interessen des Sporttreibens und des gemeinsamen Lernens und Zusammenseins verbunden, so dass die Schüler*innen neben sportspezifischem Fachwissen auch die Fähigkeiten erwerben zu kommunizieren, zu vermitteln und zu organisieren. Die Sporthelfer*innen-Ausbildung ist ein wichtiger Schritt in Richtung Eigenverantwortung und Hilfe für die persönliche und berufliche Entwicklung. Sie bereichert die individuelle Persönlichkeitsentwicklung und bietet den Einstieg in das Lizenzausbildungssystem des organisierten Sports.

An der Martin-Luther-King-Schule ist die Sporthelfer*innenausbildung ein wichtiger Bestandteil der Sportprofilklasse. Die Schüler*innen der Sportprofilklasse werden im 9. Schuljahr zu Sporthelfer*innen ausgebildet. Die Ausbildung ist im Konzept der Z-Kurse verankert und erfolgt kontinuierlich über ein ganzes Schuljahr hinweg. Die Schüler*innen werden durch qualifizierte, schuleigene Sportlehrer*innen begleitet und ausgebildet. Zukünftig ist es angedacht die Sportherlfer*innenausbildung über die Sportprofilklasse hinaus für Schüler*innen zu öffnen, die viel Spaß am Sport mitbringen und diese Freude gerne auch anderen vermitteln möchten.

Für unsere Schule sind Sporthelfer*innen ein unverzichtbarer Bestandteil des Schullebens, da sie sich im besonderen Maße an der Gestaltung des Schulalltages beteiligen und für ein vielfältiges Bewegungsangebot im Ganztag sorgen. Darüber hinaus unterstützen die Sporthelfer*innen unsere Schulsportfeste, den MLKS-Fit-Tag und Wettkämpfe, begleiten wenn möglich Schulsportgemeinschaften, unterstützen sportorientierte Projekte, insbesondere auch an den umliegenden Grundschulen, und den Tag der offenen Tür. Außerhalb der Schule bildet die Ausbildung als Sporthelfer die Grundlage für den Gruppenhelferschein und damit den Einsatz im Vereinstraining.

Die konzeptionelle Ausgestaltung der Ausbildung der Schüler*innen zu Sporthelfer*innen an unserer Schule orientiert sich im Kern an den Vorgaben der Konzeption für den Ausbildungsgang Sporthelferinnen-  und Sporthelferausbildung des Landessportbundes NRW.

In jedem Jahr passieren an Schulen deutschlandweit mehr als 1,3 Millionen kleine und größere Unfälle. Diese reichen von Verletzungen oder Schürfwunden auf dem Schulhof über Unfälle im Sportunterricht bis hin zu akuten Erkrankungen von Mitschülern oder Lehrkräften, etwa einem Asthma-Anfall oder einer Kreislaufschwäche. Der Schulsanitätsdienst ergänzt und sichert die Erste-Hilfe-Versorgung an der Schule. Die Schulsanitäter*innen sind sofort vor Ort und können als qualifizierte Ersthelfer*innen direkt Hilfe leisten.

Schüler*innen, die an der Martin-Luther-King-Schule in Erster Hilfe ausgebildet sind, stellen im Rahmen des Schulsanitätsdienstes (SSD) die Erstversorgung im Falle von Unfällen, Verletzungen, Krankheit bis zum Eintreffen des Rettungsdienstes sicher. In diesem Sinne ist das primäre Ziel unseres Schulsanitätsdienstes zu helfen. Hierdurch werden unsere Schüler*innen in ihrer Selbstbestimmung und ihrem Verantwortungsbewusstsein gefördert und gestärkt.

Als ausgebildete Schulsanitäter*innen helfen unsere Schüler*innen aktiv und professionell, wenn anderen etwas passiert. Nicht nur innerhalb der Schule, sondern auch in der Freizeit erkennen und versorgen Schüler*innen Verletzungen. Im Rahmen der Ausbildung lernen sie, eigenverantwortlich Entscheidungen zu treffen: Pflaster oder Verband, Ruheraum oder Rettungswagen. Sie dokumentieren ihre Einsätze im Verbandbuch und sind zusammen mit ihrem Ansprechpartner für das Sanitätsmaterial zuständig. Außerdem weisen sie auf Gefahrenquellen hin und/ oder beseitigen diese.

Schulsanitäter*innen sind ernstzunehmende Helferinnen und Helfer, denn sie haben eine fundierte Ausbildung genossen.

Die Ausbildung zum Schulsanitäter*in ist in unseren Z-Kursen verankert und richtet sich an interessierte Schüler*innen der 8. Jahrgangsstufe. Am Ende des 7. Schuljahres erhalten die Schüler*innen und Schüler Informationen zur Ausbildung, zu ihren Einsatzbereichen und -möglichkeiten. Bis 14 Tage vor den Sommerferien erfolgt dann die Bewerbungsphase, bei der interessierte Schüler*innen ihr Interesse schriftlich bekunden und bei den Ausbildern einreichen. Eine vorläufige Auswahl erfolgt dann bis zu den Sommerferien.

Die Ausbildung zum Schulsanitäter*in erstreckt sich im Umfang mit 2 Stunden pro Woche über das gesamte Schuljahr hinweg und wird kontinuierlich durch eine qualifizierte Lehrperson begleitet. Grundvorrausetzung für die Arbeit als Schulsanitäter/-in ist der erfolgreiche Abschluss einer Erste-Hilfe-Grundausbildung. Die Ausbildung wird von Ausbilder/-innen des DRK-Kreisverbandes durchgeführt.

Im Rahmen des Z-Kurses „Schulsanitäter*in“ lernen die auserwählten Schüler*innen:

  • ihre Kenntnisse zur Ersten Hilfe, Unfallverhütung und Gesundheitsförderung zu erweitern und zu vertiefen.
  • Diensteinsatzplänen zu erstellen.
  • Einsätze zu dokumentieren.
  • aktuelle Angelegenheiten zu besprechen und zu reflektieren.
  • organisatorische Fragen zu klären.
  • den Sanitätsraum zu warten und Materialien zu pflegen und bereitzustellen.

Mit der Ausbildung zu Schulsanitäter*innen haben sich die Schüler*innen dazu verpflichtet, während der Schulzeit und bei schulischen Veranstaltungen anderen Mitschüler*innen oder den Lehrkräften in kleineren oder größeren Notsituationen wie z.B. einer Schürfwunde oder einem Asthma-Anfall sichere und schnelle Erste Hilfe zu leisten. Damit diese Erste Hilfe möglich ist, haben SSD-Teams während der Schulzeit Einsatzbereitschaft. Je nach Absprache werden sie entsprechend dem Dienstplan alarmiert und leisten dann am Ort des Geschehens Erste Hilfe.  Das heißt, sie helfen kompetent und schnell bei Unfällen, Verletzungen oder Krankheiten und sind bei Sportfesten oder anderen Schulveranstaltungen vor Ort.

Die Ausbildung der Streitschlichter*innen ist ein fester Baustein unseres Schulprogramms. Dabei erlernen die Schlichter*innen im Rahmen der Ausbildung wichtige Kompetenzen, die ihnen für ihr Zusammenleben in der Schule sowie für ihr späteres Berufs- und Privatleben von Nutzen sind, wie z.B. Neutralität, aktives Zuhören, Gesprächsführung, Einfühlungsvermögen, Teamfähigkeit etc..

In vielfältigen praktischen Übungen und Rollenspielen werden sie in der prozessorientierten Ausbildung auf ihre Schlichtungsarbeit in der Schule vorbereitet. Ein Modul ist der Besuch des Klettergartens, bei dem sich ganz hautnah und unmittelbar Teamfähigkeit und Einfühlungsvermögen erleben und trainieren lässt. Eine abschließende Einheit findet an zwei Tagen in der Jugendherberge statt, wo das Gelernte intensiv wiederholt und vertieft wird. Sie dient außerdem der Förderung des Gruppenzugehörigkeitsgefühls und somit der Stärkung des Selbstbewusstseins im Hinblick auf die zukünftige Aufgabe als Streitschlichter*in.

Nach der abgeschlossenen Ausbildung beginnen die Jugendlichen ab dem Ende des 8. Jahrgangs mit ihrer aktiven Arbeit:

In den Mittagsfreizeiten stehen sie jeweils zu zweit anderen Schüler*innen und Schülern der Schule im Streitschlichterraum zur Verfügung, helfen ihnen Streit zu klären. Darüber hinaus sind die Streitschlichter und Streitschlichterinnen angehalten, während der Pausen und Freizeiten sich mit offenen Augen und Ohren auf dem Schulgelände zu bewegen und ggf. bei Streitigkeiten unterstützend einzugreifen.

Die Neukonzeption des Timeout-Rooms hat sowohl bei den Schüler*innen Ruhe in den Schulalltag gebracht, als auch die Kolleg*innen entlastet. Ein großer Teil des Lehrerentlastungskontingents wurde von den Kolleg*innen freiwillig in die Einrichtung des Timeout-Rooms investiert. Der Timeout-Room ist ein Raum für eine Auszeit – ein Raum für konzentriertes Arbeiten – ein Raum für eigenverantwortliches Lernen

Seit dem Schuljahr 2016/2017 gibt es den Timeout-Room an der Martin-Luther-King-Schule. Im Gegensatz zum herkömmlichen Trainingsraumkonzept sollen die Schüler*innen auch die Möglichkeit erhalten selbstbestimmend den Timeout-Room aufzusuchen, um sich dort eine Auszeit zu nehmen oder auch konzentriert an einer Fachaufgabe weiterzuarbeiten.