TimeoutAblauf
„Time-Out“ – eine Auszeit nehmen, das ist das Prinzip des „Time-Out-Rooms“, kurz TOR. Im Jahr 2016 hatte sich eine Arbeitsgemeinschaft aus Sozialpädagog*innen, Sonderpädagog*innen, Lehrer*innen und der Schulleitung dieses neue Konzept überlegt, nachdem der Trainingsraum abgeschafft werden sollte. Die Gründe warum ein Kind eine Auszeit benötigt sind vielfältig. Um auf die Heterogenität der Schülerschaft einzugehen und den Bedürfnissen aller Akteure im Unterricht gerecht zu werden, gibt es einen genauen Ablaufplan (siehe rechts).

In jeder Klasse hängen Ampelkarten, mit denen ein störendes Kind zunächst ermahnt wird. Erst wenn sich das Verhalten nicht ändert, kann das Kind in den TOR geschickt werden. Dort angekommen füllt es einen Reflexionsbogen aus und bespricht das eigene Verhalten mit der / dem TOR-Lehrer*in. Erst dann kann die / der Schüler*in wieder in den Unterricht zurückkehren. Häufen sich die TOR-Besuche auf Grund von Regelverstößen, findet ein Elterngespräch statt.

Im Allgemeinen gibt es drei Fälle in denen Schüler*innen sich selbst entscheiden den TOR zu besuchen oder durch die Lehrer*innen geschickt werden. In allen drei Fällen gilt es unterschiedliche Maßnahmen zu berücksichtigen. Dabei handelt es sich um:

1. Kinder mit anerkanntem Förderbedarf ESE, die sich nicht mehr konzentrieren können oder runterkommen müssen.

  • Hier ist keine Beratung im TOR notwendig, es wird kein Reflexionsbogen ausgefüllt.

2. unkonzentrierte Kinder, die sich nicht auf den Unterricht konzentrieren und damit den Unterricht stören.

  • Zunächst Vorabmaßnahmen im Unterricht, Lehrer*in entschiedet, ob das Kind den TOR besucht und eine Beratung erfolgen soll.

3. Kinder, die gegen bestehende Regeln verstoßen.

TimeoutSchüler