Das gemeinsame Lernen und Sporttreiben, das Zusammensein mit Freunden und dabei Spaß zu haben, sind wichtige Bestandteile im Leben junger Menschen. Im Rahmen der Ausbildung zu Sporthelfer*innen werden die Interessen des Sporttreibens, des gemeinsamen Lernens und Zusammenseins verbunden, so dass die Schüler*innen neben sportspezifischem Fachwissen auch die Fähigkeiten erwerben zu kommunizieren, zu vermitteln und zu organisieren. Die Sporthelfer-Ausbildung (SHA) ist ein wichtiger Schritt in Richtung Eigenverantwortung und Hilfe für die persönliche und berufliche Entwicklung. Sie bereichert die individuelle Persönlichkeitsentwicklung und bietet den Einstieg in das Lizenzausbildungssystem des organisierten Sports.

An der Martin-Luther-King-Schule ist die SHA ein wichtiger Bestandteil der Sportprofilklasse. Sie wird in Kooperation mit dem Landessportbund durchgeführt. Die Schüler*innen der Sportprofilklasse werden im 9. Schuljahr zu Sporthelfer*innen ausgebildet. Die Ausbildung ist im Konzept der Zusatzkurse verankert und erfolgt kontinuierlich über ein ganzes Schuljahr hinweg. Die Schüler*innen werden durch qualifizierte, schuleigene Sportlehrer*innen begleitet und ausgebildet. Jährlich stehen 30 Ausbildungsplätze zur Verfügung. Zukünftig ist es angedacht die SHA über die Sportprofilklasse hinaus für Schüler*innen der Parallelklassen zu öffnen, die auch Spaß am Sport mitbringen und diese Freude gerne auch anderen vermitteln möchten.

Für unsere Schule sind Sporthelfer*innen ein unverzichtbarer Bestandteil des Schullebens, da sie sich im besonderen Maße an der Gestaltung des Schulalltages beteiligen und für ein vielfältiges Bewegungsangebot im Ganztag sorgen. Darüber hinaus unterstützen die Sporthelfer*innen unsere Schulsportfeste, den MLKS-Fit-Tag und Wettkämpfe, begleiten wenn möglich Schulsportgemeinschaften, unterstützen sportorientierte Projekte, insbesondere auch an den umliegenden Grundschulen, und den Tag der offenen Tür. Außerhalb der Schule bildet die Ausbildung als Sporthelfer*in die Grundlage für den Gruppenhelferschein und damit den Einsatz im Vereinstraining.

 

Die konzeptionelle Ausgestaltung der Ausbildung der Schüler*innen zu Sporthelfer*innen an unserer Schule orientiert sich im Kern an den Vorgaben der Konzeption für den Ausbildungsgang Sporthelferinnen-  und Sporthelferausbildung des Landessportbundes NRW.

Die SHA gliedert sich in vier Inhaltsbereiche:

Inhaltsbereich 1: Person und Gruppe

  • Welche Sporterfahrungen habe ich bislang (im Sportverein) gesammelt?
  • Wie kann ich Gruppen leiten?
  • Wie leben Kinder und Jugendliche, was bewegt sie und was wollen sie erleben?

Inhaltsbereich 2: Bewegungs- und Sportangebote erleben und sich damit auseinandersetzen

  • Welche Spiele spielen Kinder und welche traditionellen Sportarten kenne ich?
  • Was sind gesundheitsorientierte Angebote für Kinder?
  • Welche neuen Bewegungs- und Sporttrends gibt es?
  • Welche Bewegungs-, Spiel- und Sportangebote gibt es bei Schulsportfesten?

Inhaltsbereich 3: Beteiligung bei der Planung, Durchführung und Auswertung von Angeboten

  • Wie plane ich eine Bewegungspause, eine Sport-AG oder ein Schulsportfest?
  • Wie führe ich kleine Bewegungsangebote durch und wie werte ich diese aus?
  • Wie kann ich mitbestimmen und mitgestalten?

Inhaltsbereich 4: Schule und Sportverein bzw. organisierter Sport

  • Welche Aufgaben und Einsatzmöglichkeiten gibt es für Sporthelferinnen und Sporthelfer?
  • Wie ist ein Sportverein aufgebaut, wie kann ich mich einbringen und weiterqualifizieren?
  • Wie kann ich eine Kooperation zwischen Schule – Sportverein mitgestalten?
  • Welche Rechte und Möglichkeiten zur Mitbestimmung habe ich in der Schule?
  • Struktur des organisierten Sports – Qualifizierungssystem des Landessportbundes NRW.

Teamfähigkeit und Kommunikationsfähigkeit sind für die Jugendlichen in der Schule, in der Ausbildung und beim Berufseinstieg wichtige Kernkompetenzen. Folgende Kompetenzfelder werden bei den Schüler*innen durch die SHA gefördert und ausgebaut:

Personale und sozial-kommunikative Kompetenzen

  • Wie spreche ich vor einer Gruppe und wie leite ich sie?
  • Wie arbeite ich in einem Team zusammen?

Fachkompetenzen in Bezug auf die vermittelten Inhalte während der Ausbildung

  • Wie ist eine Sportstunde aufgebaut?
  • Wie können gesundheitsförderliche Aspekte eingebracht und vermittelt werden?

Methoden- und Vermittlungskompetenzen

  • Wie erkläre ich Spiele?
  • Wie kann ich ein Spiel oder eine Sportstunde reflektieren?

Bei erfolgreicher Teilnahme erhalten die Sporthelfer*innen ein vom Landessportbund NRW ausgestelltes Zertifikat für die Förderung des Ehrenamtes an der Schule. Die erfolgreiche Teilnahme wird unter „Bemerkungen“ auf dem Zeugnis notiert. Bei erfolgreich absolvierter Ausbildung haben die Schüler*innen die Möglichkeit, durch Teilnahme an einem Kompaktkurs die Übungs­lei­ter­lizenz der entsprechenden Fachverbände zu erwerben. Mit diesem Zertifikat können die Schüler*innen auch noch nach ihrer Schulzeit ihre Erfahrungen für weitere Bewerbungszwecke nutzen.