„Sprachsensibler Fachunterricht – nötig für viele, lernwirksam für alle.“

(Prediger, Wessel)

Die MLKS beschäftigt sich mit sprachsensiblem Unterricht aus mehreren Gründen. Zum einen ist statistisch nachgewiesen, dass der Einfluss der Sprachkompetenz auf die Unterrichtsleistung stärker ist als die Lesekompetenz, der Migrationshintergrund und der sozio-ökonomische Status, zum anderen wird im täglichen Unterricht und Miteinander die Beschränkung der Sprachkompetenz spürbar. Oft werden Aufgaben nicht richtig gelöst, obwohl die geforderten fachlichen Fähigkeiten vorhanden sind, weil die Fragestellungen sprachlich nicht verstanden wurden.

Dies bedeutet an der MLKS, dass Sprache sowohl als Lernvoraussetzung, als auch als Lerngegenstand betrachtet wird. Dabei werden die verschiedenen sprachlichen Ebenen – die alltagsprachliche, die bildungssprachliche und die fachsprachliche Ebene – in den einzelnen Unterrichtsstunden aller Fächer und in den Lern- und Arbeitsplänen berücksichtig. Mit dem Ansatz des sprachsensiblen Fachunterrichts werden die einzelnen Fächer nicht zu einem weiteren „Sprachenunterricht“ ausgebaut, sondern diese ermöglichen die gezielte Unterstützung zum Ausbau der sprachlichen Fähig- und Fertigkeiten.

Zu dieser gezielten Unterstützung zur Steigerung der Sprachkompetenz aller Schülerinnen und Schüler werden in allen Fächern Sprachfelder, Strukturen und Vorgehensweisen, die den Umgang mit Texten erleichtern, Worthilfen und Schreibpläne eingesetzt. Unter anderem gibt es extra Sprachfördermaterialien, die im Mathematikunterricht der Jahrgangsstufen 5 und 6 genutzt werden. Die MLKS setzt auf eine kontinuierliche Weiterarbeit bzw. Erarbeitung neuer Materialien und Zugangsweisen im Rahmen des sprachsensiblen Unterrichts, damit alle Schülerinnen und Schüler den sprachlichen Herausforderungen aller Fächer gewachsen sind.