Das Lernzeitenkonzept ist wie folgt aufgebaut:

Der Unterricht der Hauptfächer ist an der MLKS durch das Lernzeitenmodell organisiert. Die Schülerinnen und Schüler erhalten in Mathe, Deutsch und Englisch jede Woche 2 sogenannte Impulsstunden, in denen sie einen neuen Inhalt erlernen. Die restlichen 9 Stunden, die insgesamt für die 3 Hauptfächer eingeplant sind, werden als Lernzeiten im Stundenplan der Kinder eingeplant. In den Lernzeiten vertiefen die Kinder die erworbenen Kenntnisse, wiederholen sie und vernetzen und erweitern ihr Wissen. Wichtigstes Element des Lernzeiten-Unterrichtskonzeptes sind die Lern- und Arbeitspläne (LAP), die die Schüler/innen in den drei Fächern Deutsch, Mathematik und Englisch ca. im 6 Wochen-Rhythmus erhalten. Diesem Plan können die SchülerInnen und Schüler zum einen entnehmen, was sie in der jeweiligen Lerneinheit lernen können. Zum anderen erhalten sie einen konkreten Arbeitsplan, in dem alle Aufgaben festgehalten sind, die sie im Laufe dieser Lerneinheit bearbeiten müssen. Die Aufgaben sind dabei in drei Niveaustufen differenziert. Für Kinder mit sonderpädagogischem Förderbedarf gibt es speziell auf die Kinder abgestimmte und entwickelte Lern- und Arbeitspläne, die sogenannten I-LAPs.


Impulsstunden

Pro Hauptfach finden pro Woche zwei Impulsstunden statt. In diesen werden neue Inhalte vermittelt. Die Kriterien für die Planung und Durchführung dieser Stunden sind:

Allgemein:

  • Sinnstiftendes Lernen – Lebensweltbezug
  • Verstehensorientiertes Lernen – kognitive Aktivierung von Vorstellungen und Wissen
  • Eigenaktives Lernen – Lernen mit Kopf-Herz-Hand
  • à hohe Schüleraktivität
  • Inhalte werden geöffnet - die Schüler*innen haben alle Mittel, um die Aufgaben des zugehörigen Ziels zu lösen
  • kooperative Methoden eignen sich besonders gut
  • klarer, transparenter Ablauf
  • Vertiefen ist größtenteils in die LZ ausgelagert
  • rechtzeitige Planung – ab welcher Stunde wird welches Ziel freigegeben, um reibungslose Abläufe zu garantieren und Langeweile/Überforderung zu vermeiden

 Kernprozess

Für die Jahrgänge 7 und 8 haben wir uns für ein sogenanntes „Mischmodell“ entschieden:

Die SuS werden in der Jahrgangsstufe 8 in den Fächern Mathematik und Englisch in den Impulsstunden binnendifferenziert im Klassenverband unterrichtet. Es ist beabsichtigt, dass die Fachleistungsdifferenzierung durch eine zusätzliche Differenzierungslehrkraft in den Impulsstunden unterstützt wird. Die unterrichtenden FachkollegInnen sowie die Differenzierungslehrkraft planen gemeinsam den Unterricht und die Differenzierungsmaßnahme. Das differenzierte Unterrichten kann durch die Parallelität des Unterrichts sowie durch den zusätzlichen Fachlehrer auf verschiedenen Ebenen erfolgen:

  1. Der Differenzierungslehrer kann in einer Klasse als zusätzliche Fachkraft unterstützen.
  2. Der Differenzierungslehrer fordert besonders leistungsstarke Schülerinnen und Schüler aus den drei Klassen in seinem Differenzierungsraum.
  3. Der Differenzierungslehrer fördert besonders leistungsschwache Schülerinnen und Schüler in seinem Differenzierungsraum.
  4. In den drei Klassen werden z.B. differenzierte Übungsstationen angeboten, wodurch der Unterricht komplett geöffnet wird.

Im 9. Jahrgang (Stand Schuljahr 2017/18) laufen die Lernzeiten anders ab. Die Schüler*innen haben insgesamt acht Lernzeiten, von denen sechs parallel mit einer anderen Klasse laufen.

Das heißt:

  • Zwei Klassen haben zur gleichen Zeit Lernzeit.
  • Für die Lernzeit gibt es drei Lernräume:
    • Mathematik
    • Englisch
    • Deutsch
  • Jede/r Schüler*in entscheidet sich zu Beginn der Lernzeit in welchen Lernraum er/sie geht. In jeder Klasse liegen „Eintrittskarten“ für die Fachräume bereit.
  • Für jedes Fach gibt es nur eine begrenzte Anzahl an Plätzen!
  • Jede/r Schüler*in entscheidet sich vor jeder Lernzeit in welchem Fach er/sie arbeiten möchtet und nimmt sich eine entsprechende Karte.
  • Falls die Karte seiner/ihrer Wahl nicht mehr da ist, musst er/sie sich für ein anderes Fach entscheiden.
  • Die Karte wird zu Beginn der Lernzeit bei dem Fachlehrer abgeben
  • Dann läuft die Lernzeit wie gehabt ab.

Begleitet wird dieser Lernprozess durch eine kontinuierliche Lernberatung, in der jede Schülerin und jeder Schüler zweiwöchentlich zusammen mit einer Lehrerin oder einem Lehrer bespricht, wie weit er mit seinen jeweiligen Lernplänen gekommen ist, wo es evtl. zu Schwierigkeiten oder Unterforderungen gekommen ist. Grundlage für dieses Beratungsgespräch sind zum einen das von den SchülerInnen geführte Logbuch sowie die Beobachtungen der Lehrenden in den Lernzeiten. Um den Lernprozess jedes einzelnen Kindes hinreichend begleiten und gezielt fördern zu können, wird jede zweite Lernzeitstunde von zwei Lehrkräften gemeinsam im Teamteaching durchgeführt.

Im Logbuch plant der Lernende fachliche und soziale Wochenziele. Darüber hinaus legt er täglich fest, welche Aufgaben er an diesem Tag in den Lernzeiten bearbeiten will. Vorgabe ist, dass er dabei aus allen drei Hauptfächern wöchentlich mindestens drei Aufgabenbereiche bearbeiten muss.