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Liebe Schüler*innen hier findet ihr aktuelle Informationen zur Berufsorientierung. Die einzelnen Dateien (blau) sind anzuklicken. 

 

22.06.2020 Schülerbrief zur Berufsberatung

 

30.03.2020 Info zur Corona-Situation

Hier können Sie die Fahrpläne der Einsatzwagen und Buslinien, die die MLKS anfahren, einsehen und downloaden:

Buslinien, die die Haltestellen rund um die MLKS anfahren: PDF

Einsatzwagen zu Schulbeginn: PDF

Einsatzwagen zu Schulschluss: PDF


 

Informationen zum Unterrichtskonzept und zur Schulstruktur

Wichtigstes Element des Lernzeiten-Unterrichtskonzeptes sind die Lern- und Arbeitspläne (LAP), die die Schüler/innen in den drei Fächern Deutsch, Mathematik und Englisch ca. im 6 Wochen-Rhythmus erhalten. Diesem Plan können die SchülerInnen und Schüler zum einen entnehmen, was sie in der jeweiligen Lerneinheit lernen können. Zum anderen erhalten sie einen konkreten Arbeitsplan, in dem alle Aufgaben festgehalten sind, die sie im Laufe dieser Lerneinheit bearbeiten müssen. Die Aufgaben sind dabei in drei Niveaustufen differenziert.

Begleitet wird dieser Lernprozess durch eine kontinuierliche Lernberatung, in der jede Schülerin und jeder Schüler zweiwöchentlich zusammen mit einer Lehrerin oder einem Lehrer bespricht, wie weit er mit seinen jeweiligen Lernplänen gekommen ist, wo es evtl. zu Schwierigkeiten oder Unterforderungen gekommen ist. Grundlage für dieses Beratungsgespräch sind zum einen das von den SchülerInnen geführte Logbuch sowie die Beobachtungen der Lehrenden in den Lernzeiten. Um den Lernprozess jedes einzelnen Kindes hinreichend begleiten und gezielt fördern zu können, wird jede zweite Lernzeitstunde von zwei Lehrkräften gemeinsam im Teamteaching durchgeführt.

Im Logbuch plant der Lernende fachliche und soziale Wochenziele. Darüber hinaus legt er täglich fest, welche Aufgaben er an diesem Tag in den Lernzeiten bearbeiten will. Vorgabe ist, dass er dabei aus allen drei Hauptfächern wöchentlich mindestens drei Aufgabenbereiche bearbeiten muss.

Bevor die SchülerInnen und Schüler jedoch ihre individualisierte Arbeit an einer neuer Lerneinheit beginnen, führen gemeinsame Impulsstunden in ein neues Thema ein. Hier wird ein neues Thema durch ein Unterrichtsgespräch, einen Lehrervortrag oder in kooperativen Lernformen „aufgeschlossen“. Zudem fließen in diese wöchentlichen Fachstunden (zweimal Deutsch, einmal Mathematik, zweimal Englisch) in den Lernzeiten erarbeitete Vorträge etc. zurück.

Die SchülerInnen entscheiden gegen Ende eines Lernabschnitts von ca. 6 Wochen selbst, wann sie ihren Lernfortschritt unter Beweis stellen wollen. Diese „Klassenarbeiten“ oder Testate können frühestens nach vier Wochen geschrieben werden und innerhalb des vorgegebenen  Zeitrahmens einmal wiederholt werden.

Zur Vorbereitung dieser Tests dient eine Checkliste, mit Hilfe derer die SchülerInnen ihren individuellen Lernstand einschätzen können.

Das Testat selbst kann wiederum auf drei verschiedenen Niveaus abgelegt werden. Niveaustufe und Ergebnisse dieser Arbeit bilden zusammen mit der kontinuierlichen Beobachtung des Lernprozesses durch die Lehrenden die Grundlage für die Leistungsbewertung.

In die Lernzeiten fließt auch der Förderunterricht ein, d.h. die Kinder werden getestet und erhalten je nach Bedarf und Absprache Materialien, die auf die individuellen Erfordernisse abgestellt sind. Auch wird in allen Fünferklassen verbindlich ein soziales Kompetenztraining unter Leitung unserer Sozialpädagogen durchgeführt.

Wie bisher werden wir auch im neuen fünften Jahrgang die Schwerpunkte Musik und Sport anbieten. Sofern wir die sächlichen und personellen Voraussetzungen erhalten,  werden wir auch wieder Kinder mit ausgewiesenem Förderbedarf aufnehmen. 

Alle Klassen werden jeweils von zwei Klassenlehrer/innen betreut; die Klassenlehrer/innen eines Jahrgangs verantworten und koordinieren ihre Arbeit in Jahrgangsteams, die sich regelmäßig treffen und die den größten Teil ihres Unterrichts in einem Jahrgang unterrichten.

Der konkrete Lernstand wird bei den neu aufgenommenen Kindern neben der unterrichtsbegleitenden Lernbeobachtung auch durch eine standardisierte Sprachstandserfassung ermittelt. Weitere Tests helfen, den individuellen Leistungsstand sowie das individuelle Leistungsvermögen zu ermitteln.

Im fünften Jahrgang erhalten alle Kinder Englischunterricht. Bei der Wahl  eines weiteren Unterrichtsfaches in Jahrgang 6 muss noch nicht (wie am Gymnasium oder an der Realschule vorgeschrieben) mit einer zweiten Fremdsprache begonnen werden. Kinder, die hierzu bereit sind, können Französisch wählen; die anderen haben die Möglichkeit im Wahlpflichtbereich I  Naturwissenschaften, Darstellen und Gestalten oder Arbeitslehre zu besuchen. Ab Klasse 8 kann Latein, ab Jahrgang 11 Spanisch gewählt werden. 

 


Weitere Informationen zu den Lernzeiten, der Schulstruktur und dem Aufbau der neuen 5 entnehmen Sie bitte der rechten Spalte. Alle hier wichtigen Informationen finden Sie ebenfalls unter Downloads: KLICK

Die Martin-Luther-King-Gesamtschule in Marl

Martin Luther King, 10. Dezember 1964: "Ich besitze die Kühnheit zu glauben, dass Völker allerorten täglich drei Mahlzeiten für ihren Körper; Erziehung und Kultur für ihren Verstand und Würde, Gleichheit und Freiheit für ihren Geist haben können. Ich glaube, dass auf den anderen ausgerichtete Menschen wiederaufbauen können, was auf sich selbst ausgerichtete Menschen zerstört haben."

Mit Musik geht alles besser

Sogar das Lernen an einer Gesamtschule in einem sozialen Brennpunkt. Vor etwa fünf Jahren verwirklichten Musikpädagogen der Marler Martin-Luther-King- Gesamtschule (MLK) ihre Idee, Kindern bildungsferner Schichten das Erlernen von Instrumenten zu ermöglichen. In Kooperation mit der örtlichen Musikschule wurde das 'Musik-Instrumental-Projekt' (MIP) geboren.

Das Fach Musik, oft als unwichtiges Nebenfach abgetan, nimmt einen hohen Stellenwert im pädagogischen Gesamtkonzept der Schule ein. Dafür stellt die MLK-Gesamtschule allen Musikanten Proberäume zur Verfügung und mit insgesamt 14 Stunden betreuen die Musiklehrer der Schule vier Mal wöchentlich 70 Kinder beim Üben ihrer Instrumente. Keyboard, Gitarre, Saxofon und Percussion werden von Lehrkräften der Musikschule in der Mittagsfreizeit unterrichtet. Die finanzielle Belastung bleibt überschaubar: Eigene Instrumente brauchen die Kinder nicht und wer bedürftig ist, wird vom Beitrag, der mit 13 Euro monatlich erschwinglich ist, sogar befreit. Wilfried Schewik, 42, der das Projekt zusammen mit einigen Kollegen vor etwa fünf Jahren mit großem Einsatz begründete, erzählt: "Wir erreichen mit unserem Projekt Schüler, die niemals eine Musikschule von innen gesehen haben. Die Kinder reagieren sehr positiv auf dieses Angebot. Sie investieren viel Zeit und halten länger durch als wir es von anderen UnterrichtsAngeboten gewöhnt sind."

Kultur der Anstrengung

Frank Sielecki, 42, der das Projekt zusammen mit Schewik leitet, ergänzt: "Kindern, die kontinuierlich dabei sind, merkt man deutlich an, dass sich ihr soziales Verhalten verbessert." Bei der Sache bleiben, sich anstrengen, Durchhalten, das schaffen hier auch manchmal Kinder, die im übrigen Schulleben nicht gerade durch Disziplin oder andere Sekundärtugenden glänzen. Günter Braunstein von der Musikschule Marl, die mit der Schule kooperiert und Instrumentallehrer an die Schule entsendet: "Wir machen hier Musik mit Schülern aller Fähigkeitsstufen. Jede(r) erarbeitet dasselbe Repertoire, mit dem wir auch bei Konzerten auftreten. Da kann ich nicht mit hohen Forderungen kommen, sondern muss abwarten, was von den Schülern kommt." Eine Erklärung dafür dürfte sein, dass Lernen hier - obschon im Zeugnis zertifiziert - weitgehend ohne Druck abläuft.

Üben, üben, üben

Auch Gitarrist Felix und Drummer Christopher, beide 16, die gerade geduldig ein Bluesstück proben, zeigen großes Engagement. Sie sind von Anfang an dabei und nutzen jede freie Minute fürs Musizieren. Ein bisschen mehr Ermunterung brauchen die Altersgenossinnen Jenny, Esra und Judith, die von Felix und Christopher beim Gesangsunterricht begleitet werden. Die 16-Jährigen proben einen Rap, einen Anti-Drogen- Song, den sie selbst getextet haben. "Ich bin heute nicht gut drauf", die erste Zeile des Liedes kommt etwas nervös und nicht nur viel zu leise, sondern auch schief. "Eine von uns hat total falsch gesungen", meinen sie selbstkritisch, lassen sich aber nicht dazu überreden, einzeln zu singen, damit die Schwachstelle gefunden werden kann. Immer wieder setzen die Mädchen ein und erleben, dass Anstrengung und Leistung einen Zusammenhang haben.

Ich-Stärkung und soziales Lernen

Günter Braunstein, der aus eigener Anschauung noch genau weiß, wie es ist, wenn man keine Unterstützung bei der Entwicklung musischer Talente erfährt, muss nicht eingreifen - und er will es auch nicht. "Wenn ich in einer solchen Situation drängen würde, wäre es vorbei mit der Begeisterung. Das Engagement muss von den Jugendlichen kommen." Auch Gitarrenlehrer Herbie Klinger fördert Eigeninitiative und setzt bei den Interessen seiner Schüler/innen an: "Neben dem Konzertrepertoire, das alle lernen, ist auch Platz für Wunschstücke aus den Charts. Wenn die Schüler/innen anfangen mit den Instrumenten zu improvisieren, lernen sie nicht nur mehr über Musik, sondern auch über sich selbst." Klinger hat sich für den heutigen Tag etwas Besonderes vorgenommen. Ab 14 Uhr treffen sich Musiklehrer und Schüler zu einer mitreißenden Jam-Session. Von zwei Pianos und Keyboard, zwei E-Gitarren, einem Bass, Schlagzeug, einigen Kuhglocken, vielen Händen und Kehlen fetzt Santanas Evergreen: "Oye, Como va""" und vertreibt die mittägliche Müdigkeit. Klinger lässt die Band verschiedene Klatschübungen, Stopps und Breaks trainieren, bei denen das "Aufeinander-Achten" eine große Rolle spielt. Nicht überall kann man Lehrer und Schüler so einträchtig, wenn auch vielstimmig, erleben. Die Martin-Luther-King-Schule will eine Schule sein, "in der Schülerinnen und Schüler, Lehrerinnen und Lehrer und alle anderen, die an der Schule beteiligt sind, friedlieh und partnerschaftlich miteinander umgehen, und in der mit Freude gelernt, gelehrt und gearbeitet wird." Mit dem MIP-Projekt, das beispielhaft für viele andere Aktivitäten dieser Schule steht (siehe Kasten und Internetseite der Schule), ist dies sicherlich gelungen. Und es zeigt, dass man auch in schwierigen Verhältnissen viel erreichen kann, wenn man eine Vision hat. Für Schewik und seine Kollegen hat sich die anfängliche Mehrarbeit nicht nur für die Schüler gelohnt: "So macht das Unterrichten einfach viel mehr Freude."

Ulrike Büttner

Kontakt:
Wilfried Schewik (MIP) und Bernhard Weinmann (Kunterbuntes Chamäleon)
Martin-Luther-King-Schule. Gesamtschule der Stadt Marl, Georg-Herwegh-Str. 63-67, 45772 Marl,
Tel.: 02365/95840, Fax: 02365/46261, E-Mail: Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!, Homepage: www.mlks.marl.de

Martin-Luther-King-Schule - ein Name als Programm

Die Schule fühlt sich den Maximen Martin Luther Kings (friedliches Zusammenleben und gerechte Weltwirtschaftsordnung) verpflichtet und bietet neben vielen anderen Aktivitäten jährlich am "Anti-Rassismus-Tag" für alle Schulen der Stadt Marl einen Workshop an "Die Martin-Luther-King-Schule will die Schülerinnen und Schüler in ihrer ganzen Persönlichkeit Ernst nehmen, dabei (...) stellt sie der Vermittlung von Kenntnissen, Fähigkeiten und Fertigkeiten die Erziehung zur Demokratie, Toleranz, Verantwortung und Gewaltfreiheit gleichberechtigt gegenüber", so ein Ausschnitt aus dem Schulprogramm.

Das "Kunterbunte Chamäleon": Auf zunächst drei Jahre begrenztes Projekt (2001-2004) das versucht, "schwierige" Jugendliche durch interessante Freizeitangebote der Schule näher zu bringen. Es verbindet schulische Freizeitangebote mit offener, verbandlicher und städtischer Jugendarbeit und soll Schule zu einem "Lebensraum machen, in dem Kinder und Jugendliche einen verlässlichen und unterstützenden Ort finden können." Engagierte Lehrkräfte bieten zusammen mit Trägern der Jugendarbeit kulturelle, künstlerische, sportliche und politische Freizeitangebote und Ferienfreizeiten in der Schule und an anderen Orten an. Das ,Chamäleon' wird von Stadt, Kirchen und Eltern unterstützt, will interkulturelles Lernen ermöglichen und "Spielräume für bewusste und selbst bestimmte Lebenskunst eröffnen." Das Projekt orientiert sich aber an offenen Formen der Jugendarbeit, was gerade für Schulverweigerer und andere problematische Jugendliche attraktiv ist. Die Kinder erleben Schule nicht als ungemütlichen Ort des Versagens, sondern als eine Art zweites Zuhause, das man mitgestalten darf.

Themenabend/Politscher Aschermittwoch: Schüler der 12. Klasse erarbeiten ein gesellschaftspolitisch aktuelles Thema im Fachunterricht und an außerschulischen Lernorten, bereiten einen Videofilm zum Thema vor und laden Fachleute aus Politik und Wirtschaft zur Diskussion.

Musik-Instrumental-Projekt: Zur Zeit erhalten etwa 70 Schüler/innen vom 5. Schuljahr an die Möglichkeit, mit Hilfe der Marler Musikschule ein Instrument zu erlernen (Gitarre, Keyboard, Percussion, Saxofon) und werden bei ihren Übungsstunden von den Pädagogen der Schule betreut. Die Teilnahme am Musikprojekt kostet 13 Euro monatlich, bedürftige Schüler/innen zahlen nichts. Konzerte und öffentliche Auftritte sowie eine Zertifizierung im Zeugnis tragen zur Attraktivität des Projektes bei.

"Projekt Lebensplanung": Im 8. Jahrgang lernen Mädchen wie Jungen geschlechtsspezifische Arbeitsbereiche des jeweils anderen Geschlechts kennen.

Facharbeit in der Oberstufe: Im Rahmen der Berufs- und Studienvorbereitung wird eine Klausur durch eine Facharbeit ersetzt, die die Erfahrungen eines Praktikums in Klasse 12 theoretisch reflektiert und sich mit einem berufsbezogenen Thema auseinandersetzt, wofür insgesamt fünf Tage eingeräumt werden.

Sprachen: Englisch ab Jahrgang 5, Französisch ab 7, Latein ab 9 und Spanisch ab Jahrgang 11.